Regierungspräsident besucht Bildungszentrum
Großes Lob zollte Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann der Arbeit des Bildungszentrums des Dachdeckerhandwerks in Eslohe. Bei seinem Besuch am 13. Februar 2012 hat er bei einem Rundgang die mit moderner Technik ausgestatteten Werkstätten besichtigt.
In Begleitung Bollermanns waren der Obermeister der Dachdeckerinnung Siegen Wittgenstein Ullrich Hegner, der Bundestagsabgeordnete Willi Brase und der Kreishandwerksmeister Elmar Moll.
Manfred Struwe, Vorsitzender des Innungsverbandes des Dachdeckerhandwerks Westfalen, und Oberstudiendirektor Günter Eickel stellten die Aktivitäten der bewährten Einrichtung vor, die die größte dieser fachlichen Ausrichtung in Deutschland ist.
Besonderes Interesse galt dem neu errichteten Solargebäude. Bollermann erklärte: "Der Regierungsbezirk verfügt über erhebliche Potenziale im Bereich der regenerativen Energien, die es auszuschöpfen gilt. Wir sollten gemeinsam alles daran setzen, eine Modellregion auf diesem wichtigen Gebiet zu werden. "Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien seien nicht zuletzt auch für das Dachdeckerhandwerk zentrale Herausforderungen." Das imposante Solargebäude zeige, dass sich die Energiewende auch auf die Ausbildung im Handwerk zunehmend auswirkt", betonte der RP.
Der Geschäftsführer des Bildungszentrums, Assessor Norbert Breidenbach, berichtete den Politikern, dass in den letzten drei Jahren insgesamt sechs Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung der Einrichtung investiert wurden.
Willi Brase und Regierungspräsident Bollermann stellten die Frage, ob die Ausbildung im Handwerk in Zukunft nicht stärker "einem ganzheitlichen Ansatz" folgen müsse. Gerade im Bereich der Energietechnik gebe es eine Überschneidung mehrerer Gewerke.
Der Hauptgeschäftsführer der Baugewerblichen Verbände Westfalen, Hermann Schulte-Hiltrop, warnte vor einer Überforderung der Auszubildenden. Der demografische Wandel mache es notwendig, bei der Besetzung von Lehrstellen künftig auch auf lernschwächere Schulabgänger zurückzugreifen. Schulte-Hiltrop plädierte für eine stärker interdisziplinäre Ausrichtung der Fort- und Weiterbildung.
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