Lorenz-Burmann-Schule

107. Lehrgang zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk

Hurra – wir haben es geschafft! Nach fast neun Monaten intensiver Vorbereitung haben 27 von 28 Kandidaten erfolgreich ihre Meisterprüfung abgelegt.

Gruppenbild 107. Lehrgang

Gruppenbild mit Damen

Zur Chronologie des Lehrgangs:

Am 22. August 2016 wurde der 107. „Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk“ durch den Vorsitzenden des Innungsverbandes, DDM Manfred Struwe in der Mensa des Bildungszentrums mit einem Kick-off und einer gemütlichen Kaffeerunde eröffnet. Die Entscheidung der Teilnehmer, die Meisterprüfung im Dachdeckerhandwerk abzulegen und somit die Weichen für eine solide Zukunft zu sichern, stellte Manfred Struwe in den Fokus seiner Rede.

In diesem Lehrgang wurde die Anzahl der Lehrgangsteilnehmer bewusst auf 28 Personen reduziert. Im Rahmen des Qualitätsmanagements wurde diese Maßnahme beschlossen, um hier ein verbessertes Lernumfeld zu kreieren.

Eine weitere Änderung ergab sich beim Wochenstundenplan. Nach mehr als 30 Jahren wurde der Samstag als Schultag eliminiert, um damit den Teilnehmern eine Erholungsphase am Wochenende zu gönnen. Auch das ist ein Ergebnis aus den vielen Qualitätszirkeln im Bildungszentrum des westfälischen Dachdeckerhandwerks.

Die Änderung fand bei allen Teilnehmern aber auch den Dozenten großen Gefallen. Aus drei halben Tagen wurde ein intensiver Tag Praxis je Woche. Durch diese Umstrukturierung musste die Lehrgangsdauer um ca. 14 Tage erhöht werden.

Und als vorerst letzte Neuerung wurde erstmalig eine „Lernstandserhebung“ durchgeführt. Sie hat den Zweck, die Teilnehmer über ihren Leistungssand aufzuklären und rechtzeitig Schwächen aufzudecken um ggfs. sofort gegensteuern zu können.

Nach dem „Kick-off“ führte der Fachschulleiter, DDM Peter Scheer die Klasse, in die Räume der Fachschule. Die restlichen Stunden dienten lediglich der Administration und Orientierung.

Highlights des Lehrgangs:

Am Mittwoch, 21. September 2016 stand eine Werksbesichtigung bei der Firma Schiefergruben Magog GmbH & Co KG in Bad Fredeburg an. Die Lehrgangsteilnehmer erhielten einen Einblick in die Gewinnung und die weitere Verarbeitung des Werkstoffes Schiefer. Dipl. Ingenieur und Betriebsleiter Michael Menn und DDM Claudius Polefka, Vertriebsmitarbeiter der Fa. Magog führten die Teilnehmer in gewohnt kompetenter Weise durch die Unterwelt des Schiefers und thematisierten die Verarbeitung nach neuesten Fachregelvorgaben.

Unsere Klassensprecherin kann es

Unsere Klassensprecherin kann es

Nicht allzu lange musste man auf das nächste Event warten. Am Mittwoch, 5. Oktober 2016 ging es mit dem Bus in Richtung Schermbeck. Hier wurden die Dachziegelwerke Nelskamp GmbH besucht. Geschäftsführer Ulrich Nelskamp ließ es sich nicht nehmen die Besucher persönlich zu begrüßen. Marc Balsfrenser, Vertriebsmitarbeiter der Fa. Nelskamp führte durchs Programm und sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Beide Werke, das Ziegel- und auch das Dachsteinwerk wurden besichtigt. Die Lehrgangsteilnehmer erhielten einen tiefen Einblick in die Herstellung und die Qualität der Produkte aus dem Hause Nelskamp. Das obligatorische Kegeln und ein kleiner Imbiss rundeten das Programm ab.

Nelskamp

Die Schüler in der Formgießerei

Am Mittwoch, 02. November und Donnerstag, 03. November 2016 besuchten die Teilnehmer die Firma Roto Dach- und Solartechnologie GmbH in Bad Mergentheim. Nach den nötigen Fachinformationen und praktischen Ausführungen gab es am Abend des ersten Tages ein Event im Campus der Firma. Hier wurden allerlei Höhepunkte geboten. Es begann mit einem leckeren Buffet und anschließend konnten sich die Teilnehmer an einer Kletterwand messen. Wer wollte durfte ein Segways ausprobieren. Auch zwei Kicker standen bereit. Am Mittag des zweiten Tages traten wir die Heimreise an.

Werksführung Roto

Rundgang durch die Produktion

Kletterwand Roto

Bevor es in die Höhe ging, eine kurze Einführung

Der 107. Lehrgang bestand natürlich nicht nur aus Exkursionen sondern auch aus solide gestaltetem Unterricht. Insgesamt fanden in den knapp 9 Monaten 1.540 Unterrichtsstunden statt, die sich im Wesentlichen an den Vorgaben des Rahmenlehrplanes orientierten.

Am Freitag, 05. Mai 2017 wurden die Lehrgangsteilnehmer im großen Seminarraum des Bildungszentrums feierlich verabschiedet. DDM Timo Kösters, Leiter der überbetrieblichen Ausbildung und Dozent im Lehrgang, hatte eine Video-Präsentation vorbereitet, die Momentaufnahmen bei Exkursionen, theoretischen und praktischen Unterricht zeigte und mit viel Humor von ihm selbst zusammengestellt wurde.

Anschließend ließ Karl Kolpack, Geschäftsführer des Bildungszentrums, den Lehrgang nochmal kurz Revue passieren und erinnerte daran, dass zwar ein wichtiger Lebensabschnitt an diesem Tage endet aber lebenslanges Lernen heutzutage unverzichtbar geworden ist. Aus diesem Grund lud Jürgen Gerbens, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des westfälischen Dachdeckerhandwerks mbH, die Teilnehmer auch sofort ein, zukünftig rege an den diversen Weiterbildungsangeboten der GFW-Dach mbH teilzunehmen.

Danach wurden die Lehrgangszeugnisse ausgegeben. Das beste Ergebnis erzielte Anne Gerstenberg, die nebenbei auch noch als Klassensprecherin des 107. Lehrgangs aktiv war. Von Martin Höhmann, Vertriebsmitarbeiter der Dach-Holz-Fassade EG in Hamm, erhielt sie als Anerkennung für ihre Leistung eine Taschenuhr mit Widmung.

Lehrgangsbeste

Präsentübergabe

Für die anstehende Prüfung drückten natürlich alle anwesenden Dozenten und Gäste die Daumen. Die Prüfung erstreckte sich dann über ca. 3 Wochen. Mit der theoretischen Prüfung wurde am Montag, 8. Mai 2017 begonnen und am 31. Mai 2017 mit der Durchführung des Fachgesprächs geendet.

Auf diesem Weg möchten wir uns auch noch einmal bei den Prüfungsausschüssen für ihre Arbeit bedanken. Leider wird es immer schwieriger, engagierte Meister zu finden, die dieses wichtige Ehrenamt bekleiden möchten.

Unser Dank gilt auch der Klassensprecherin, DDM Anne Gerstenberg, die in souveräner Art die Fachschulleitung bei der Organisation des Lehrgangs unterstützte. Es braucht schon eine gehörige Portion Engagement um den Aufgaben eines Klassensprechers gerecht zu werden.

Allen Jungmeisterinnen und Jungmeistern wünscht das Team der Fachschule Eslohe immer ein glückliches Händchen bei der nun anstehenden Gestaltung der weiteren beruflichen Zukunft. Das Fundament, welches mit Bestehen der Meisterprüfung gegossen wurde, muss durch ein solides Gebäude ergänzt werden. Machen Sie etwas aus dem Erreichten, bilden Sie sich weiter und übernehmen Sie in allen Bereichen Ihres Berufsstandes Verantwortung.

Text und Fotos: Peter Scheer

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